Und die Haare wachsen
In einem Weingeschäft gegenüber dem Weißensee habe ich der Inhaberin erklärt, was es mit meinen Haaren auf sich hat. Sie wurden früh grau. Ausgefallen sind sie nicht. Sie sind immer dicht geblieben. Naja, so sind sie eben meine Haare. Die Bewerbung aus Eberswalde im Gepäck, den Spargel und danach die Flasche Wein. Rastlos auf See. Ein weiterer Tag in Berlin liegt vor mir.
Traumeel im Nacken
Die Salbe soll angeblich für Verspannungen gut sein. Damit eignet sie sich für meinen Nacken. Depressionen – Borderliner – ausgesuchte psychische Syndrome. Also bitte! Der Kahn, der hier am Kai liegt, sieht nicht vertrauenswürdig aus, dennoch birgt er sehr viel Erfahrung in sich.
Hirschfelde im Frühjahr
Der brandenburgische Landladen mit dem löslichen Kaffe hatte seit 16:00 Uhr geschlossen. Mit einer Schrift die an Kindheit erinnert steht an der Tür ein Gruß zur Jugendweihe. Ein Bayer in Ostdeutschland. Vielleicht sind meine Tage hier gezählt, Dann ist es eben Schicksal. Die Bäume entwickeln sich an der alten preußischen Chaussee prächtig. Griechenland? Schwierige Koalitonsverhandlungen und Merkel hat in Frankreich neue Freunde. Ein Karrierist kann dem Röttgen-Blick des Volkes nicht standhalten. Tja – Herr Röttgen. Der Spekulatius hat sich gründlich mit Tee vollgesogen und ist jetzt lapprig.
Der Alfa steht dort, wo er meistens steht in Hirschfelde. Der Rundgang dauerte knapp eine halbe Stunde und ich war allein. Selbstgewähltes Schicksal oder bejammernswerte Fügung? Mein Hirn war näher an Punk als an RocK’Roll. Allein ist es sowieso.