Whisk(e)y

Diese Gesellschaft gibt Säufern keine Chance mehr. Schade. Ich kann es nicht ändern. So ist es nun einmal. Willy Brandt hat gesoffen, Frau Merkel tippt SMS und regiert. Das ist im Moment kein Spaß, das mit dem Regieren. Ich möchte es nicht machen. Die Koalitionsverhandlungen in Griechenland, also lustig ist anders. Wenn ich da irgendwo im Bundeskanzleramt hocken würde, da hätte ich wohl zu tun, als Mitglied des Stabs. Nun also bin ich draußen. Ich bin weg. Irgendwann hat einer die Flanke erkannt, es hat eine Weile gedauert aber irgendwann wurde sie erkannt. Das war mir durchaus recht. So weitermachen wollte ich ohnehin nicht. Im Moment bin ich versucht, dieses Hirn, diese meine Person, mich für all das zu erschlagen. Und ich stehe diesem Impuls gegenüber und sage, Nein!

Slow down. It’s your brain and it’s your whiskey.

Turn the table

Ich habe lange Jahre Schach gespielt. Nicht das Spiel, eher die ernste Variante. Jetzt bin ich matt und habe gewonnen. Großes Tennis, gewiss. Ich bin 45 und stehe am Anfang. Alles auf Anfang:

Job weg
Das mit der Liebe hätte anders laufen dürfen in den letzten paar Jahren
Und jetzt die Frage, wie es weiter gehen soll. Nun:

Die Einkommenssituation sollte wieder in meinen Händen ruhen und zwar bitte bis zum 30. November 2012. Dann ist hier Feierabend. Dann ist Ausverkauf – money for nothing: Ein angeschossener S350 mit plattem Reifen, der am Rinnstein von Bogenhausen lehnt. Ich habe die Poesie meines Jobs geliebt, nur auf die Dauer ihn auszuführen blieb mir verwehrt. Ich war alleine dort oben im Luftraum zwischen Köln/Bonn und TXL und bin es geblieben. Ich habe die Stirn geboten in meinem Job. Meine Stirn! Eine andere kann ich schlecht hinhalten. Sie haben gefeuert aus allen Rohren, sie haben mit Granaten nach mir geworfen. Mir war schon klar, warum sie mich an diesen Tisch zitierten. An dem ich freien Blick hatte auf eine Kreuzung in der sich Friedrichstraße und ‘Unter den Linden’ treffen. Da war es vorbei. Ich hatte mein Tribunal. Daran zu arbeiten, dauerte eine geraume Zeit. Ich wollte gefeuert werden, gewiss, aber bitte zu meinen Konditionen. Dafür habe ich einiges in Kauf genommen. Ich habe dieses blöde Kreuz auf mich genommen. Ich war verräumt, ein Salär jeden Monat von dem mancher träumt, In der Früh einen Anzug und eine Krawatte umgebunden. Und ich lernte Krawatten schätzen mit der Zeit. Da gibt es sehr schicke Farbkombinationen und ganz schön fette Bäuche. So wurde ich dann älter. Als der ehemalige Taxifahrer seine Konditionen durch geboxt hatte, war mir eine Szene vergönnt, die ein Trailer war. Ein Teaser – etwas, das dir das Leben aufs Kissen legt und dir die Hand darum umschliesst. Bewahre es, es gehört dir.

Solange wie es bei dir ist.

Die Konditionen waren ausgehandelt und es war Mai. Ich stand auf der Straße und rauchte. Gegenüber lief meine Chefin lang, deren Opfer ich nun endgültig wurde. Sie schlich sich an einem Taxi vorbei und stieg in einen Opel. Die Auto-Marke meiner Kindheit. Ich betrachtete dieses Szenario, nach einem langen Kampf. Ein Kampf, der Bilder von der Landung in der Normandie einschließt. Damals als sich die Landungsklappen am Ohama-Beach öffneten. Und das Feuer frei war.

Jetzt gilt es die Glut zu nutzen. Irgendwo.

Gespräch mit einem Segler

Wie mein Freund von der Küste heute seiner Schwester erklärt hat, die segelt wie ein Teufel, wie er sein ship unter schweren winds wieder eingefangen hat, Das war schön.

Ich werfe so selten zwei Kilo Muscheln weg: Biotonne – klar!

Break!

Das ist ganz alter Kreuzberger Adel, der mir heute gegenüber saß. Sehr alt und sehr Kreuzberg. Es ist mein Kreuzberg und das mancher anderer. Wir blinzeln über die Sonne an einem See in Grünau. Das mit dem Osten hätte auch schief gehen können.

Sie fotografiert mit einer Leica, mehr Präzision ist kaum zu haben.

Gespräch mit einem Segler: “Es ist das Schiff, das dich rügt, nicht ich.”

Das kenne ich von meiner Maschine. Die ist mannchmal auch ein bisserl zickig und glänzt so gerne in der Sonne.

Es ist vorbei, es ist vorbei: http://www.youtube.com/watch?v=CbKQUmgL4JY&feature=related

Die andere Seite der Medaille – turn the page.

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