Von Rücken und Wänden
Ich stand stets gerne mit dem Rücken zur Wand. Eine Wand trägt, auf die kannste dich verlassen. Mögen mir gekalkte Wände auch weiße Streifen auf meiner schwarzen Jacke hinterlassen haben. Dort wo ich schwarze Jacken hinterlassen habe, gab es keine weißen Wände und gekalkte schon gleich gar nicht.
Hinterher vielleicht rauhen Putz und die Erkenntnis, nee, dett kannste nicht machen, datt is’ viel zu gefährlich.
Noch heute hat mein Vorderrad einen leichten Schlag.
Es sind die letzten Runden, die entscheidend sind.
Ein Schachbrett und darauf ein Füller von Montblanc.
Timeo danaos et dona ferentes.
Rücken und Wände spielen nicht miteinander Schach, sie halten.
Der Ansatz Generation – vielleicht konnten wir uns das klarmachen: Generation Friendship, friendly ships – friendships.
Du hast dein Netz an dem du dich entlang hangelst. Wenn du in den Abgrund blickst, weißt du welche Höhen du vor zwanzig Jahren nicht für möglich gehalten hättest. Es hat gehalten, bis zum heutigen Tag hat es gehalten. Ob ich 91 schaffe, weiß ich nicht, like Loki Schmidt, with my deepest regards to an unknown woman – Freunde, die hatte Klasse, finde ich.
Lasst uns miteinander reden, vielmehr werden wir in diesem Leben nicht mehr schaffen. Ob die Welt in 200 Jahren noch existiert, wir werden sehen.
Von Brücken und Bränden
Erst ohne Kettenhemd sprechen wir von Rücken und Wänden. Brücken und Brände hatten wir bereits. Und wir haben sie gut überstanden. So gut es eben ging.
Ohne uns wäre es nicht gegangen.
Friendly ships
Friendships.
Take your notice with care, while travelling.
Neun Grad
Es wurde uns zu heiß dort draußen, zu schwül – sagte ich, als ich auf den Ober zuging. Dich höre ich sehr gerne lachen.
Wir hatten einen würdigen Abgang, with tears in our eyes.
Der Ober drehte sich um und bezahlte.
Wenn der Offenbarungseid geleistet ist, gibt es keine Schuldner mehr. Nehmt alles, was ihr wollt, mein Leben könnt ihr mir nicht nehmen. Selbst wenn ich wollte, dass ihr es mir nehmen wolltet. Ich will es nicht.
Lasst die Finger davon, es ist mein Leben.
Neun Grad können warm sein. Keine Frage. Nebean wohnt ‘ne Pizzeria die den Blick auf einen schönen Platz eingebaut hat. In Zukunft werde ich häufiger Pizza essen.
Sehr schön!
Hiddensee, eine schöne Insel in der Ostsee. Hidden-See.
If you hide behind the sea, the waves will find you.
Schwäbisch – ein Button
Mein Vater, gebürtiger Oberbayer, drei Kilometer vor schwäbischen Grenzen, mocht diesen Dialekt nie. Ich habe ihn beherrscht. Ob ich nun wollte oder nicht. Bayerisch konnte ich nur auf oberbayerisch. An guten Tagen schaffte ich Anklänge ans Münchenerische. Die Libertas Bavariae ist nun mal an manchen Tagen kaum zu spüren. Schad’ d’rum. Dabei sind es zu 70 Prozent Anarchisten und 50 Prozent wählen die CSU – meinte Herbert Achternbusch. Ob der nun mit Rainer Langhans einen Joint zu viel geraucht hat, wissen wir nicht.
Egal – mit der Intonation von Thomas Bernhard.
Wenn es zuviel wurde mit dem Bayerischen bin ich meist in Richtung Tirol abgeglitten. Tatsächlich, irgendwann fragte mich einer, ob ich von dort komm. Die Beschimpfung als Saupreuße als Taxifahrer habe ich mir allerdings auch irgendwann eingehandelt.
Dialekte.
Irgendwann konnte ich mehrere schwäbische Dialekte und Dialektforscher haben herausgefunden, dass der schwäbische Dialekt ein sehr facettenreicher ist. Einen ‘native Speaker’ kannst du fast auf den Kilometer genau verorten. Gut – es mögen fünf Kilometer sein.
Augschburgerisch kann ich bis heute.
Bayerisch-Schwaben kriege ich hin und für den Raum Schtuttgart bin ich nicht völlig verloren.
Allgäuerisch höre ich lieber, als ich es spreche.
Rheinländisch, kann ich bis heute, ohne jegliche regionale Differenzierung. Dazu kenn ich die zu wenig. Kennenjelernt habe ich allerdings einige.
Beim Schwäbischen wurde ich differenziert, auf der falschen Seite des Lechs geboren zu werden, nun ja, Geburtsfehler. Kann passieren.
Mit moiner Mutta kann i schwäbisch schwätza. Däs isch fascht sowas wie a Code. Wir haben gute Gespräche geführt auf Schwäbisch.
Maultaschensuppe à la Hermannstraße – Zeit für eine Einladung.