Schwäbisch – ein Button
Mein Vater, gebürtiger Oberbayer, drei Kilometer vor schwäbischen Grenzen, mocht diesen Dialekt nie. Ich habe ihn beherrscht. Ob ich nun wollte oder nicht. Bayerisch konnte ich nur auf oberbayerisch. An guten Tagen schaffte ich Anklänge ans Münchenerische. Die Libertas Bavariae ist nun mal an manchen Tagen kaum zu spüren. Schad’ d’rum. Dabei sind es zu 70 Prozent Anarchisten und 50 Prozent wählen die CSU – meinte Herbert Achternbusch. Ob der nun mit Rainer Langhans einen Joint zu viel geraucht hat, wissen wir nicht.
Egal – mit der Intonation von Thomas Bernhard.
Wenn es zuviel wurde mit dem Bayerischen bin ich meist in Richtung Tirol abgeglitten. Tatsächlich, irgendwann fragte mich einer, ob ich von dort komm. Die Beschimpfung als Saupreuße als Taxifahrer habe ich mir allerdings auch irgendwann eingehandelt.
Dialekte.
Irgendwann konnte ich mehrere schwäbische Dialekte und Dialektforscher haben herausgefunden, dass der schwäbische Dialekt ein sehr facettenreicher ist. Einen ‘native Speaker’ kannst du fast auf den Kilometer genau verorten. Gut – es mögen fünf Kilometer sein.
Augschburgerisch kann ich bis heute.
Bayerisch-Schwaben kriege ich hin und für den Raum Schtuttgart bin ich nicht völlig verloren.
Allgäuerisch höre ich lieber, als ich es spreche.
Rheinländisch, kann ich bis heute, ohne jegliche regionale Differenzierung. Dazu kenn ich die zu wenig. Kennenjelernt habe ich allerdings einige.
Beim Schwäbischen wurde ich differenziert, auf der falschen Seite des Lechs geboren zu werden, nun ja, Geburtsfehler. Kann passieren.
Mit moiner Mutta kann i schwäbisch schwätza. Däs isch fascht sowas wie a Code. Wir haben gute Gespräche geführt auf Schwäbisch.
Maultaschensuppe à la Hermannstraße – Zeit für eine Einladung.
Kommentar schreiben.