Peter Gauweiler und seine eiligen Anträge in Karlsruhe
Mir Sympathien im Hinblick auf Herrn Gauweiler zu unterstellen, darf ich getrost zurück weisen. Als der Ende der 80er in den frühen 90ern eine Reizfigur in dieser Republik war, habe ich zu dem schwulen Peter aus München süffisant mein Wissen gestreut. Der war schwul und es gab Momente in denen hat er keinen Hehl daraus gemacht — gell, Herr Haider.
In München war bekannt, dass der Gauweiler schwul ist – wie auch immer hat er es geschafft, dass sie just dieses in der bayerischen Provinz nicht geglaubt haben oder es ihnen zumindest Leberkäs war. Dann is’ er halt schwuil!
Also blöd war er nicht, klar hat der geheiratet – die Provinz wollte bedient werden. Und da hat sich eine gefunden, die sehr genau wusste, er ist keine schlechte Wahl. In a’m 5er BMW am Hofgarten.
So war es vermutlich nie, aber so denkfühle ich’s.
Jedenfalls hat der Peter Gauweiler nach seiner Klage in Karlsruhe jetzt einen Eilantrag nachgeschoben. Persönlich wünsche ich mir, diesem Eilantrag wird statt gegeben und die Klage wird in der Hauptsache abgewiesen – soweit meine persönliche Meinung.
Seine Klage in Karlsruhe und seinen Eilantrag halte ich höchst persönlich allerdings für gerecht fertigt. Dagegen darf man ohne jeden Zweifel Klage erheben. Des will I wissen. Persönlich bin ich nicht seiner Meinung und ich sehe ein enormes Risikopotential, aber an dieser Stelle I’m not convinced zu sagen, dazu hat er jedes Recht. Der Herr Rechtsanwalt aus München. Die nächsten Tage werden sehr spannend. Wenn ich irgendwann darüber hören sollte, Herr Gauweiler hätte an diesen Tagen seine Finger in der Börse gehabt, dann werde ich ernsthaft sauer. Herr Gauweiler, investiert in Hedgefonds sind wir aber derzeit nicht! Oder?
Mauerweg dritter Teil
Eine gelungene Komposition an einem sehr entspannten Sonntagnachmittag. Einem spanischen Paar auf Englisch den Weg nach Golghata gewiesen, über den Wiesen zwischen Groß-Staaken und Gladow geradelt. Irgendwann bin ich vom Mauerweg abgekommen und einem Radweg gefolgt. Einfamilienhäuser am Rande Berlins. Diese Stadt ist mit ihrem Speckgürtel sehr speziell. Ihre Geschichte ist europaweit einzigartig. Das hebt sie nicht heraus, sie ist eben einzigartig. Seit etwa 1870 vereinigt diese Stadt sehr viel Geschichte auf sich. Nach 1870 begann das Herz dieser Stadt als Metropole zu schlagen. Damals wurde Deutschland ein Nationalstaat. Und in diesem Nationalstaat gab es eine Freiheit, liberty et liberté. Berlin ist eine irre Stadt dieses Kontinents. Sie ist eine der kleineren Hauptstädte Europas. Dabei ist sie die Capitale der größten Volkswirtschaft der EU.
Dass mir am Ende dieses Radweges meine Lieblingskellnerin noch ein paar Geheimnisse verraten hat, ist diesem Sonntagnachmittag gedankt.
Lagarde und die Griechen
Madame Lagarde ist sowas von Paris, wie ein Liebhaber de la France sich diese Stadt nur vorstellen kann, ohne diese Stadt jemals gesehen zu haben. Jetzt also äußert sich Madame Lagarde unverblümt zu den Griechen – durchaus verständlich. Aber hätte sie sich so geäußert, wenn sie sich am Abend vorher mit einem Barkeeper auf den Kykladen unterhalten hätte. Dass Madame Lagarde mit oder ohne Verband wegen des Meniskus sehr attraktiv ist, hätte ein Grieche sofort erkannt, ohne es zu erwähnen. Griechische Männer sind Machos, denen der Kniefall nicht unbekannt ist.
Mit Hellas gehen wir an die Wurzeln. Immerhin steht der Euro auf dem Spiel – unsere Währung.
Griechen, Madame Lagarde, haben noch nie Steuern gezahlt, sonst wären sie keine Griechen. Steuern sind bis heute für einen Griechen Abgaben an einen Tribun. Die Griechen möge es nicht wenn sie einen Komparativ zugeordnet bekommen. Dafür haben sie Gründe. Wie gut die auch immer sein mögen. Die Revolution ist in Europa angekommen. Und da gehört Griechenland dazu. Wenn wir Griechenland jetzt fallen lassen, werde ich mich persönlich dafür entschuldigen – so geht es nicht.