Lagarde und die Griechen
Madame Lagarde ist sowas von Paris, wie ein Liebhaber de la France sich diese Stadt nur vorstellen kann, ohne diese Stadt jemals gesehen zu haben. Jetzt also äußert sich Madame Lagarde unverblümt zu den Griechen – durchaus verständlich. Aber hätte sie sich so geäußert, wenn sie sich am Abend vorher mit einem Barkeeper auf den Kykladen unterhalten hätte. Dass Madame Lagarde mit oder ohne Verband wegen des Meniskus sehr attraktiv ist, hätte ein Grieche sofort erkannt, ohne es zu erwähnen. Griechische Männer sind Machos, denen der Kniefall nicht unbekannt ist.
Mit Hellas gehen wir an die Wurzeln. Immerhin steht der Euro auf dem Spiel – unsere Währung.
Griechen, Madame Lagarde, haben noch nie Steuern gezahlt, sonst wären sie keine Griechen. Steuern sind bis heute für einen Griechen Abgaben an einen Tribun. Die Griechen möge es nicht wenn sie einen Komparativ zugeordnet bekommen. Dafür haben sie Gründe. Wie gut die auch immer sein mögen. Die Revolution ist in Europa angekommen. Und da gehört Griechenland dazu. Wenn wir Griechenland jetzt fallen lassen, werde ich mich persönlich dafür entschuldigen – so geht es nicht.
Weiter auf dem Mauerweg
Nach ausgiebigem Frühstück, Hausarbeit, Wäsche und die Blumen nicht zu vergessen zum S-Bahnhof Bornholmer Brücke geradelt. Weiter auf dem Mauerweg. Die letzte Etappe ging bis Heiligensee mit einer sehr charmanten Bahnhofskneipe. Ich komme an, dett ‘Nante’ is noch da, den Spargelstand jibt ett och noch. Mit Wind im Haar radle ich den Mauerweg weiter. Ein sehr schöner Weg mit lichtem Grün und Farnen die in der Nachmittagsonne wie UFOs über dem Waldboden schweben. Lichtverhältnisse – leider habe ich die Kamera nicht dabei. Bis Staaken geht es im flotten Tempo weiter. Von hier weiter bis Wannsee ist mir heute zu ville. Kurz hinter dem Bahnhof Staaken verlasse ich den Mauerweg und entschließe mich mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Altstadt Spandau, Finkenwerder – über die mäandernde Havel. Das Navi in meinem Handy feiert fröhliche Urständ (ja, ich weiß, der SPIEGEL) Wieder und wieder orientiere ich mit meinem Schmalspur-Smartphone und radle auf den Turm des Rathauses von Spandau zu. Danach mehrere Konferenzen mit meinem Handy. Irgendwann treffe ich auf den Saatwinkler Damm – etwa Kilometer 40. Von nun an wird es zäh. Der Wille schwindet nicht aber die Kraft. 60 Kilometer sind eigentlich kein Problem für mich, aber ich denke mir dabei im Moment eine ganze Menge. Und mein Hirn pupst manchmal gerne auf Seide. Die kann ich mir allerdings nicht mehr leisten.
Also – den Saatwinklerdamm runter. Den kenne ich gut von meinen Fahrten zum Flughafen. TXL – BER verkneife ich mir jetzt. Danach auf die Seestraße und der immer schnurstracks folgen. Am Ende war ich erschöpft. Und um 5 Euro ärmer.
Es war schön ganz schön anstregend.
Das Trauma von München
Sie haben so gut gespielt und nix gewonnen. Ich mochte diese Bayern nie. ManU 1999, Chelsea 2012. Es gibt Niederlagen, die sind sehr, sehr bitter. München, die Boomtown, Wahnsinns-Renditen und das Champions-League-Finale verloren. Gegen Chelsea aus London. Finanziert von einem Milliardär aus Rußland. Dessen Jet am Airport steht von FJS.
Wenn Du einen Elfmeter schießt musst du durchlaufen, Schweini! Dann musst du einfach durchlaufen.