Reisepläne und eine Abschiedstournée
Die Papiere liegen auf dem Tisch, die Grenzen sind gezogen. Rechtsbeistand dabei. Und ein wirklich großes Faß im Hintergrund. Im Öffnen von großen Fässern habe ich – relativ gesehen – Übung. Das dürfte jetzt in etwa das siebte in zwölf Monaten gewesen sein.
Also zwei waren es mindestens.
Jetzt geht es um die Abfolge von Unterschriften. Wer unterschreibt was wann und warum. Timing!
Diese Situation hier ist irgendwie nineties. Zwei goldene Colts auf blauem Samt und ein Film. Face off! ein Film von John Wu, einer feuert auf die Scheibe, die ihn widerspiegelt und dabei könnte er sich selbst treffen. Jetzt ist es Zeit für die Abschiedstournée 2011.
Vernunft breitet sich aus – nein, nicht in der Bundesrepublik Deutschland – mein Leben reicht mir.
Wer jetzt recherchieren möchte, kann das gerne tun, es handelt sich dabei um eine Cover-Version von Reinhard May. Oder wie auch immer dieser Herr aus Berlin heißen mag.
Irgendwie nineties.
Arno Schmidt – wissen Sie, Arno Schmidt habe ich nie gelesen, also das geht dann doch nicht. Ich habe mir Zusammenfassungen angehört
Noch acht Wochen.
Er war ehrlich, bis auf die Knochen.
So jedenfalls soll es im Arbeitszeugnis eines Fleischergesellen gestanden haben.
Heilig’s Blechle
Sie hätte aus Hamburg stammen können. Hochdeutsch und ihre Haltung einer jungen Hanseatin durchaus angemessen – eine saubere vertikale Linie.
Schwäbisch Hall
Sie gab eine kleine Kostprobe ihres Sprachschatzes aus Schwaben. Und des hörsch d’r net a zwoitsmal oh, wenn net unbedingt musch.
Sie erläuterte es kurz auf Hochdeutsch.
Da kann’sch halt nix macha, wenn d’ a mol do g’wäsa bisch, bisch a mol da g’wesa.
Und des bleibt hängen.
Schwaben kann prägen – selbst einen eingefleischten Ostpreußen.
Ihre Vorfahren kommen ebenfalls von dort – östliches Preußen.
Und dann reißt’se ers Maul auf und du moinsch du schpinnsch!
“Mit so er’m Dialekt im Maul hosch der Keuschheitsgürtel schtändig in der Gosch!”
Geh’ nach Berlin und du erfahrsch mehr von dahoim.
Statement
Meine Mutter hat mir heute eine wunderbare Geschichte erzählt. Ob sie Enkel habe, wird sie manchmal gefragt. Das weiß ich nicht, antwortet sie; mein ältester Sohn weiß ja auch nicht, ob er Kinder hat.
Eine Ma, die sich derart über mich äußert, ist meine Ma.
Ich habe dich bei deinem Namen genannt – du bist mein.
Und jetzt jonglieren wir.