Kleines Missverständniss
Als ich Ihr sagen wollte, ich könne mit der Lesbarkeit zur Unzeit durchaus leben, erläuterte sie mir den Spielstand. Es dauerte eine Weile – wir haben einander erkannt.
Die Hand am Schlag
Wem ich das Gesicht zertrümmere ist meine Entscheidung. Zeit für Archaisches?
Es ist eine Frage der Haltung. Ich habe mir das mit dem Feminismus reingepfiffen. Ich habe etliche Argumente der Emanzipation gehört.
Es war ein Mann, der einen Alfa Romeo 156 gewählt hat.
Die Bestätigung seiner Wahl – nun: Ein Weib zieht ihre Füße in jenen Raum, der nach ihr benannt ist. Ich kann kein Arabisch, aber wenn ich mit einem Araber über dich auf Deutsch diskutieren würde und andere europäischen Sprachen zur Hilfe nehmen würde; am Ende könnte wir uns durchaus weinend in den Armen liegen.
Es kommt wie es kommt – die Hand am Schlag.
Ausgerechnet auf Arabisch sind Liebesgedichte deutlich einfacher als in meiner Sprache. Verzeih mir – wir haben ein großes Faß geöffnet. Das ist mein Eindruck.
Den Kreis der Ratgeber lassen wir damit vermutlich hinter uns. Hier gibt es nichts mehr zu raten. Die Karten liegen auf dem Tisch.
In Transition
Mit wie vielen Ebenen ich es im Moment zu tun habe, weiß ich nicht. Es war Arbeit, dort anzulangen wo ich heute bin. Im Wissen der eigenen Sterblichkeit. Ich streite über mein Arbeitszeugnis, aber nicht über meine Arbeit. Es ist meine Arbeit. Dazu hat eine Hure in Bonn gehört wie der geklaute Flaschenöffner in der 43. – oder war es die 44. – Etage der Deka. Und Frankfurt am Main liegt dir zu Füßen – inklusive Bahnhofsviertel. Hätte diese Hure aus Bonn in dem Moment am Fenster über Frankfurt ihre Hand auf meine Schulter gelegt; welche Fragen hättet ihr mir gestellt? Ob ich sie bezahlt habe? Ob sie eine Nutte ist? Stellt eure Fragen – und werdet mit der Antwort auf Fragen fertig, die ihr nie gestellt habt.
Sie haben einen starken Mann vor sich, einer, der will. Ein Volontarist, ein Citoyen, ein Vollgastyp. Einer der gerne mit 118 PS durch die Gegend reitet. So!
Und jetzt gehen wir einen Schritt zurück – Weiber, die Ihr seid.
Ohne meine Mutter wäre es nicht gegangen – so wenig wie ohne meinen Vater. Der Zug, den meine Mutter zu meinem Vater nahm, hielt am 20. Januar 1945 in Allenstein. Er kam von der Ostfront. Der Ort heißt heute Olzstyn und liegt in Polen. Das hat gute Gründe – sehr gute Gründe.
Dafür, dass Sie Hitler besiegten, bin ich Ihnen dankbar. Also so ging es mit diesem Österreicher unmöglich weiter. Klar – nicht mehr alle Latten am Zaun. Es geht für meine Generation eventuell darum, zu zeigen, welches gute Ende der Zweite Weltkrieg genommen hat. Ob ich einen Dritten vermeiden kann, weiß ich nicht. Aber irgendwann ist die Zeit gekommen, seinem Kopf Tribut zu zollen.
In Transition
Welcher Name an dieser Stelle geschrieben steht, muss ich nicht erläutern. Ausgerechnet wir begegnen uns in Ostberlin?
Seit 1989 – das müssen wir gar nicht mehr weiter vertiefen! Dett nich!
Wenn das nicht geklärt wäre, würde Nadra die nächste Kurve nicht schaffen.
Herzlich Willkommen in Berlin!
Die Stadt der Scharfschützen
Wäre ich gläubig, würde ich häufig mein Knie vor einem Altar beugen.
Wir hatten beide die Wahl – Du so wie ich – wir haben uns anders entschieden. Es mag maniriert sein – überdreht. Die letzten zwanzig Minuten aus Don Giovanni lassen sich unmöglich übersetzen. This is opera! It does, what only Opera can do.
Ratespiel: Wem gehört der Lippenstift in meinem Bad – richtig!