Ein Sonntag im August
Langsam wird der Sommer reif. Die Last der Sonne zeigt Wirkung. Die Brauntöne mehren sich.
Mein gebrochener Oberschenkel schickt mich in eine Reha in dünn besiedeltes Gebiet. Mein Herz möchte bleiben, aber der Femur braucht Zuwendung. Seine Fraktur hat mir vieles ermöglicht. Jetzt ist es Zeit zu gehen. Wieder Gänger.
Ein du wird mir besonders fehlen, weil es von mir nicht mehr zu trennen ist. Das sind wir. Ohne wir will ich nicht sein. Ich kann auf einem Bein leben. Zwei sind besser. Es ist so einfach, so uralt. Der Mensch als soziales Wesen. Wenn er es denn schafft, sich zu entgrenzen, kann er der Liebe ihren Lauf lassen. Das Du ist ohne das Ich so wenig denkbar wie der Berg ohne das Tal, wie die See ohne den Strand. Das mag romantisch klingen. Wer es jenseits versoffener Stunden nach Mitternacht ernst nimmt: Wir können Berge versetzen.
Human beings
Kommentar schreiben.