Einmal Westfalen und zurück

Ja, der Wecker war früh dran und nach einer halben Stunde hatte er sich durchgesetzt. Ich war wach. Noch eine gute Stunde bis der Zug geht. Fast eineinhalb. Im Bad das straffe Programm, nach zwanzig Minuten war ich draußen. Haste alles? Anziehen solltest du dich noch. Es ist kalt draußen und irgendwie sollte der Auftragnehmer von dir einen ordentlichen Eindruck haben. Den Zug habe ich bequem erreicht. Das Fahrrad abgestellt, mir ein gemütliches Abteil gesucht und mein Frühstücksbrot ausgepackt. Ja, ich lebe. Vivid nehme ich dieses Frühstücksbrot zu mir und freue mich auf einen Kaffee. Der wird mir kurze Zeit später gereicht. 1. Klasse. Selber zahlen würde ich das nie. Angenehm ist es doch.

In Stendal steigt eine vierköpfige Familie mit zwei kleinen Kindern ins Abteil. Ich will schlafen. Das tue ich dann auch. Rücksichtsvoller kann eine Familie mit zwei kleinen  Kindern kaum sein. Ich höre Musik und denke an Westfalen. An Prognosen und an den Bahnhofsplatz einer Stadt – in Westfalen.

Wurzeln, vezierte Haustore, Fachwerk mit all den Balken.

Wurstebrote und Leberbrote. Irgendwann stehe ich wieder am Bahnhof und mein Zug wird mich zurück bringen. Heimat ist es nicht aber zu Hause schon. Seit längerem – vor erinnerbarer Zeit wurde es mehr.

Durch den Nebel von Westfalen und Hannover erreicht. Über dem Osten stand die Sonne, wenn ich zu Hause bin wird sie untergegangen sein.

See · 03:42h ·  

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