Warum Liebe?
Ich könnte hier einen Link setzen, welche die rasende Fahrt eines Ferraris zeigt. Die Community hat lange darüber gestritten, ob es ein Mercedes ist, der vorgaukelte ein Ferrrari zu sein – oder doch ein Ferrari.
Wer jetzt im Mythos Ferarri schwelgt – mag es tun.
Manchmal kann es einen einfach so treffen, dass man den Hinterreifen schlicht überholen sieht, und sich denkt, na dann, dann soll er einfach überholen. – Euphorien.
Die Realität sieht nun mal völlig anders aus.
Bedauerlicherweise – aber es ist die Realität.
Was ist normal?
Was ist schon normal?
“Bitte, was ist normal? Was ist normal? Was ist das, normal?”
Ich bin irre und bin stets in den Schienen des Gesetzes geblieben. BGB – in dubio pro reo. Sie konnten es mir nicht nachweisen. Es gab nichts, das nachzuweisen gewesen wäre. Letzten Endes war ich reinen Herzes, jedenfalls hatte ich keine Probleme mit meinem Spiegelbild.
Es war ein schöner Moment in der Suite – als der Spiegel meine Bühne wurde.
You can’t be safe on a skateboard.
Deswegen Liebe.
Nichts desto trotz
Zwei Damen – ein Blick
Grün waren sie sich wirklich nicht – aus guten Gründen.
Ich stand hinter der Dame, die einen Blick stemmen musste, der einer großen Inszenierung von ‘Carmen’ durchaus würdig gewesen sein wäre.
Sich von einer derartigen Dame persönlich zu verabschieden – ja, die Etikette.
Der Name machte mich schon vor Monaten stutzig.
München – Hbf
Es ist wohl der Westausgang, jedenfalls jener der zur Wies’n führt, die im Westend liegt. Wenn du diesen Ausgang verlässt stehst du am Anfang der Goethestraße, über die ich in der SZ einen wunderbaren Artikel gelesen habe vor etlichen Jahren. Türkische Gemüsehändler, Wettbüros, eine Buchhandlung im oberen Teil. Trashbuden und solche, die Döner verkaufen. Ich bin diese Straße oft lang gegangen und habe sie geliebt. Dieses Sperrige, dieses Ächzen und Stöhnen. Pornoshops – danach bitte einen Kaffee oder gleich zum Bahnhof. Er befindet sich schließlich in Sichtweite.
In einer Paralellstraße zur Goethestraße kam mir ein Herr in den Jahren entgegen. Einer jener Spinnner, für die München g’rad’ no gnua Platz hat!
Er steuerte direkt auf einen Mülleimer zu, der an einem Straßenschild hing. Das Ding war orange gestrichen, es war public und es war überdacht.
Fast presste er seine Lippen durch den schmalen Schlitz zwischen orangenem Blech und schrie: “Petra!!!”
Das hallte.
Als er wegging murmelte er vor sich hin, ‘vermutlich hört sie wieder nicht, die alte Fotze!’
Wow – dachte ich mir, als er mich passierte – hier will es einer offenbar wirklich wissen.
Immerhin!
Der den er passierte, der will es offenbar auch wissen.
Ma hatte es häufig nach München gezogen. Ich mochte die Stadt von Kindesbeinen an.
München – das war die andere Welt – die Welt jenseits der Mauern. Die Jungs waren durchgeknallter und als ich diesen Typen in einer Parallele zur Goehtestraße traf, dachte ich mir, vielleicht haben wir uns vor zwanzig Jahren schon einmal gesehen.
Der Sound jedenfalls war mir vertraut.
Der Klang von Asphalt.