Whisk(e)y
Diese Gesellschaft gibt Säufern keine Chance mehr. Schade. Ich kann es nicht ändern. So ist es nun einmal. Willy Brandt hat gesoffen, Frau Merkel tippt SMS und regiert. Das ist im Moment kein Spaß, das mit dem Regieren. Ich möchte es nicht machen. Die Koalitionsverhandlungen in Griechenland, also lustig ist anders. Wenn ich da irgendwo im Bundeskanzleramt hocken würde, da hätte ich wohl zu tun, als Mitglied des Stabs. Nun also bin ich draußen. Ich bin weg. Irgendwann hat einer die Flanke erkannt, es hat eine Weile gedauert aber irgendwann wurde sie erkannt. Das war mir durchaus recht. So weitermachen wollte ich ohnehin nicht. Im Moment bin ich versucht, dieses Hirn, diese meine Person, mich für all das zu erschlagen. Und ich stehe diesem Impuls gegenüber und sage, Nein!
Slow down. It’s your brain and it’s your whiskey.
Gespräch mit einem Segler
Wie mein Freund von der Küste heute seiner Schwester erklärt hat, die segelt wie ein Teufel, wie er sein ship unter schweren winds wieder eingefangen hat, Das war schön.
Ich werfe so selten zwei Kilo Muscheln weg: Biotonne – klar!
Break!
Das ist ganz alter Kreuzberger Adel, der mir heute gegenüber saß. Sehr alt und sehr Kreuzberg. Es ist mein Kreuzberg und das mancher anderer. Wir blinzeln über die Sonne an einem See in Grünau. Das mit dem Osten hätte auch schief gehen können.
Sie fotografiert mit einer Leica, mehr Präzision ist kaum zu haben.
Gespräch mit einem Segler: “Es ist das Schiff, das dich rügt, nicht ich.”
Das kenne ich von meiner Maschine. Die ist mannchmal auch ein bisserl zickig und glänzt so gerne in der Sonne.
Es ist vorbei, es ist vorbei: http://www.youtube.com/watch?v=CbKQUmgL4JY&feature=related
Die andere Seite der Medaille – turn the page.
Nachwuchskräfte
Sie ist nicht begeistert davon, ihre Wohnung jetzt alleine zu renovieren. Wenn sie diesen Umstand darlegt, geht ihr die Contenance flöten. Hascherl – armes Hascherl. Was ist die eigene Kraft wert? Welchen Stellenwert hat sie? Jene Kraft, die außer dir niemand streitig machen kann. Sie mag ihren Niederschalg in akademischen Titeln finden oder in Beobachtung. Magister Artium. M.A. Es war Zufall, es hat sich einfach so ergeben. Mir wurde gedruckt auf Elefantenhaut eine derartige Urkunde überreicht an einem lausigen Tag im Januar. Dazu jedenrfalls konnten sie sich durchringen, geklöppelt auf feinem Papier, welcome to the pleasure-dome. Ich bin an Doorkeepern vorbei geschlichen – schleich Di! Das hätte wirklich schief gehen können – es hätte so etwas von schief gehen können. Das Ganze hier – es ist es aber nicht! Es hätte so etwas von schief gehen können. Es ist schlicht. Nicht schief gegangen. Ich hatte schlicht Glück!
“You have a strong guidance.” She said. Probably she is true. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, wer auch immer, aber dieses Leben geschenkt zu bekommen, ist schon eine Wucht. Ich mag dieses fucking ‘Drehbuch’. It is the story of my life. Und ich bin sehr glücklich mit meinen 45 Jahren. Ich habe keine Ahnung, wann es vorbei ist. Gestern war der 14. Februar. Vor einem Jahr bin ich für drei Wochen in ein Krankenhaus gegangen – Osteomyelitis, chronisch. Mediziner unterscheiden zwischen Chronisch und Akut. Bei mir war es chronisch. Ich kann mich an den jungen Arzt erinnern, der neben mir stand und mir sagte: “Ich habe schlechte Nachrichten für Sie.” Ich sagte, ’schießen sie los.’ As far as I can remember. Macht der Typ eigentlich Karriere? Was wurde eigentlich aus jenen Ärzten, die mich damals behandelt haben. Und aus den Schwestern? Da gab es wirklich coole Bräute. Mit anderen Worten: Eine süße Physiotherapeutin, die dich mit knapp 45 die Treppe rauf und runter begleitet ist selbst für einen Großstadtsingel kein Grund auszurasten. Mein Gott – die macht ihren Job. Das sich etwas Herzblut darin verhakt hat sollte für eine anständige Bezahlung genügen. Tut es aber nicht. Es tut es einfach nicht.
Arbeit macht frei
Nach einem Jahr ist es wohl an der Zeit:
http://n106.de/?p=540
Meine Nachbarn meinen, ich stünde vor den Scherben meines Lebens – mag sein. Es ist ein wunderschöner Scherbenhaufen geworden. Das meine ich.
Danke für jene Gefäße, die trocken und heil geblieben sind. Und – faith – danke für die Schöneberger: Faith!