Nachwuchskräfte
Sie ist nicht begeistert davon, ihre Wohnung jetzt alleine zu renovieren. Wenn sie diesen Umstand darlegt, geht ihr die Contenance flöten. Hascherl – armes Hascherl. Was ist die eigene Kraft wert? Welchen Stellenwert hat sie? Jene Kraft, die außer dir niemand streitig machen kann. Sie mag ihren Niederschalg in akademischen Titeln finden oder in Beobachtung. Magister Artium. M.A. Es war Zufall, es hat sich einfach so ergeben. Mir wurde gedruckt auf Elefantenhaut eine derartige Urkunde überreicht an einem lausigen Tag im Januar. Dazu jedenrfalls konnten sie sich durchringen, geklöppelt auf feinem Papier, welcome to the pleasure-dome. Ich bin an Doorkeepern vorbei geschlichen – schleich Di! Das hätte wirklich schief gehen können – es hätte so etwas von schief gehen können. Das Ganze hier – es ist es aber nicht! Es hätte so etwas von schief gehen können. Es ist schlicht. Nicht schief gegangen. Ich hatte schlicht Glück!
“You have a strong guidance.” She said. Probably she is true. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, wer auch immer, aber dieses Leben geschenkt zu bekommen, ist schon eine Wucht. Ich mag dieses fucking ‘Drehbuch’. It is the story of my life. Und ich bin sehr glücklich mit meinen 45 Jahren. Ich habe keine Ahnung, wann es vorbei ist. Gestern war der 14. Februar. Vor einem Jahr bin ich für drei Wochen in ein Krankenhaus gegangen – Osteomyelitis, chronisch. Mediziner unterscheiden zwischen Chronisch und Akut. Bei mir war es chronisch. Ich kann mich an den jungen Arzt erinnern, der neben mir stand und mir sagte: “Ich habe schlechte Nachrichten für Sie.” Ich sagte, ’schießen sie los.’ As far as I can remember. Macht der Typ eigentlich Karriere? Was wurde eigentlich aus jenen Ärzten, die mich damals behandelt haben. Und aus den Schwestern? Da gab es wirklich coole Bräute. Mit anderen Worten: Eine süße Physiotherapeutin, die dich mit knapp 45 die Treppe rauf und runter begleitet ist selbst für einen Großstadtsingel kein Grund auszurasten. Mein Gott – die macht ihren Job. Das sich etwas Herzblut darin verhakt hat sollte für eine anständige Bezahlung genügen. Tut es aber nicht. Es tut es einfach nicht.
Arbeit macht frei
Nach einem Jahr ist es wohl an der Zeit:
http://n106.de/?p=540
Meine Nachbarn meinen, ich stünde vor den Scherben meines Lebens – mag sein. Es ist ein wunderschöner Scherbenhaufen geworden. Das meine ich.
Danke für jene Gefäße, die trocken und heil geblieben sind. Und – faith – danke für die Schöneberger: Faith!
Müder Platzhirsch
Er dreht das Glas mit Brandy in seinen Händen. Der Mercedes-Schlüssel liegt hinter ihm, akkurat ausgerichtet zur Tischkante. Er ist der Besitzer dieses Anwesens – eine Art Lou Zifer. Er hat es auf mein Mädchen abgesehen. Wäre sie mein Mädchen, hätte er gute Chancen. Sie erweist sich als meine Frau – was seine Chancen zunichte macht.
Mit Impressarios habe ich Erfahrung. Ihre Unfähigkeit Kredite zurüch zu zahlen ist nicht legendär – eher ein Trauerspiel.
Wer immer nur Recht behalten will, wird möglicherweise an dem scheitern, der Recht hat. Es gibt nun mal berechtigte Forderungen. Daran führt kaum ein Weg vorbei. Wenn dir eine einen bläßt dann addiere bitte nicht Forderungen. Der Akt ist selbstlos. Seine Erfüllung gilt dem Wir und erwächst dem Ego. Wer geht schon gerne unbefriedigt vom Platz?
Das gilt für die Frau ebenso wie für mich als Mann. Ich teile das Bier mit ihr und lehne den Kräuterlikör ab – zu billig! Manchmal ist es schlicht wichtig, nüchtern zu bleiben.
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und die Griechen gehen baden. Freunde, die, die ihr mit Füßen tretet, haben einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte geleistet. Was hat Deutschland in den Jahren zwischen 400 und 200 vor Christus vorzuweisen? Eben! Ja, richtig, damals gab es Deutschland noch nicht. Griechenland ebenfalls nicht.
Was ich vermisse, ist Respekt. Das Wissen darob eines gemeinsamen Weges. Wer immer nur an die eigene Brieftasche denkt, sollte sie an einer Autobahntankstelle liegen lassen. Kali nichta
Monsieur le President
Deutschland ist jenes Land, das mir gegen Geld bescheinigt sein Staatsbürger zu sein. Dafür stehen mir die deutschen Botschaften im Ausland offen – nach Anmeldung auf jeden Fall und die simple Feststellung ‘civis germanus sum’ kann mich schlimmstenfalls aus dem Gröbsten raushauen.
Monsieur le President – Herr Wulff aus Niedersachsen – was Sie heute abgeliefert haben ist dem deutschen Volk nicht würdig. “Ich lerne noch” – entschuldigen Sie bitte Herr Wulff, wenn es um Format geht, ist es mit Lernen nicht getan. Ihre charakterliche Prädisposition scheint eine bedenkenlose zu sein. So richtige Sauereien würden Sie nicht machen. Schließlich lernen Sie noch.
Sie sind offenbar zu jung und ihre Chancen jemals alt genug für dieses Amt zu werden erscheinen mir eher schlecht.
Berlin – Herr Wulff – Berlin ist offenbar nicht ihr Pflaster. Herr Wulff – ein bisserl Verfassungsgeschichte gefällig? So ein ganz klein wenig – mit wenig Prozenten? Irgendwo bei fünf Prozent scheint Ihre Grenze zu sein, wenn es um Immoblilienfinanzierung geht. Die Organisation ihre Privatlebens, Monsieur le President, c’est une catastròphe! Avanti Dilletanti!
Herr Wulff, Sie haben keine Fehler gemacht, Sie waren schlicht die falsche Wahl. Mit Joachim Gauck wäre uns DAS jedenfalls erspart geblieben. Wenn Sie noch lernen müssen scheint es an der Zeit zu sein für Deutschland, dieses Land zwischen France und Polska, den Bundespräsidenten um Rücktritt zu bitten. Christian, so geht es nicht! Chris, Chrisi, Krischi, Karsten, Kristian, Christian – Monsieur le President: Christian Wulff. Ihr Wuff ist ungefähr so stark wie das Christentum in diesem Land, Christian. ‘Gewogen und für zu leicht befunden’
Herr Schmidt? – die besten Ärzte rund um die Uhr in Helikoptern startbereit. Wann immer Sie möchten dürfen Sie eine Zigarette rauchen und am Schnupftabak wird es ncht mangeln. Das uns ausgerechnet der Herr Wulff dazwischen kommen muss? Herbert Wehner hätte den in der Pfeife geraucht. Onkel Herbert!
Onkel Herbert, jener Onkel der alle Aspekte eines Onkelz als Politiker in sich vereinigte?
Es war meiner Generation noch vergönnt Herbert Wehner im Deutschen Bundestag zu erleben. Herr Wuff; Sie haben über 400 Fragen beantwortet sagen sie; Herr Wulff, eine Frage unter Freunden: “Was halten Sie von Herbert Wehner?” Herr Wuff was wissen Sie von Bismarck, den Wilhelms, Weimarer Republik, die Präsidenten dazu lassen sich googeln, Hindenburg?
Herr Wulff, wir werden vermutlich niemals Freunde und jetzt verlassen Sie bitte dieses Amt.
Freunde habe ich gute, der Herr Bundespräsident sollte bitte nicht sämtliche Standards erhobenen Hauptes unterschreiten – danke, es reicht.