Weiter auf dem Mauerweg

Nach ausgiebigem Frühstück, Hausarbeit, Wäsche und die Blumen nicht zu vergessen zum S-Bahnhof Bornholmer Brücke geradelt. Weiter auf dem Mauerweg. Die letzte Etappe ging bis Heiligensee mit einer sehr charmanten Bahnhofskneipe. Ich komme an, dett ‘Nante’ is noch da, den Spargelstand jibt ett och noch. Mit Wind im Haar radle ich den Mauerweg weiter. Ein sehr schöner Weg mit lichtem Grün und Farnen die in der Nachmittagsonne wie UFOs über dem Waldboden schweben. Lichtverhältnisse – leider habe ich die Kamera nicht dabei. Bis Staaken geht es im flotten Tempo weiter. Von hier weiter bis Wannsee ist mir heute zu ville. Kurz hinter dem Bahnhof Staaken verlasse ich den Mauerweg und entschließe mich mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Altstadt Spandau, Finkenwerder – über die mäandernde Havel. Das Navi in meinem Handy feiert fröhliche Urständ (ja, ich weiß, der SPIEGEL) Wieder und wieder orientiere ich mit meinem Schmalspur-Smartphone und radle auf den Turm des Rathauses von Spandau zu. Danach mehrere Konferenzen mit meinem Handy. Irgendwann treffe ich auf den Saatwinkler Damm – etwa Kilometer 40. Von nun an wird es zäh. Der Wille schwindet nicht aber die Kraft. 60 Kilometer sind eigentlich kein Problem für mich, aber ich denke mir dabei im Moment eine ganze Menge. Und mein Hirn pupst manchmal gerne auf Seide. Die kann ich mir allerdings nicht mehr leisten.

Also – den Saatwinklerdamm runter. Den kenne ich gut von meinen Fahrten zum Flughafen. TXL – BER verkneife ich mir jetzt. Danach auf die Seestraße und der immer schnurstracks folgen. Am Ende war ich erschöpft. Und um 5 Euro ärmer.

Es war schön ganz schön anstregend.

Das Trauma von München

Sie haben so gut gespielt und nix gewonnen. Ich mochte diese Bayern nie. ManU 1999, Chelsea 2012. Es gibt Niederlagen, die sind sehr, sehr bitter. München, die Boomtown, Wahnsinns-Renditen und das Champions-League-Finale verloren. Gegen Chelsea aus London. Finanziert von einem Milliardär aus Rußland. Dessen Jet am Airport steht von FJS.

Wenn Du einen Elfmeter schießt musst du durchlaufen, Schweini! Dann musst du einfach durchlaufen.

Und die Haare wachsen

In einem Weingeschäft gegenüber dem Weißensee habe ich der Inhaberin erklärt, was es mit meinen Haaren auf sich hat. Sie wurden früh grau. Ausgefallen sind sie nicht. Sie sind immer dicht geblieben. Naja, so sind sie eben meine Haare. Die Bewerbung aus Eberswalde im Gepäck, den Spargel und danach die Flasche Wein. Rastlos auf See. Ein weiterer Tag in Berlin liegt vor mir.

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